25th Jul 2009

Stand der Dünge

So sieht’s aus im Moment. Und vielleicht werde ich einen besseren Überblick, einen dringend nötigen Abstand gewinnen, wenn ich in der 3. Person schreibe. Schauen wir mal.

Vor etwa sechs Wochen hat sie erfahren, die kleine Eva, dass die Firma, in der sie arbeitet, Insolvenz anmelden muss. Überraschend war das nicht, eigentlich hing es schon längst in der Luft. Doch nun ist es wahr geworden, es gab keine andere Lösung mehr. Bevor der traurige Tag kam, an dem sie selbst Den großen Herrn zum Gericht begleiten musste, um den Insolvenzantrag einzureichen, hat sie sich schon mal nach freien Stellen umgesehen, sicherheitshalber. Sie hat ihren Lebenslauf niedergeschrieben und an einige potenzielle Arbeitgeber per Email geschickt, sicherheitshalber. Auch an eine Prager Firma hat sie sich gewendet, ohne daran zu glauben, dass sie die Stelle bekommen könnte. Nein, sie wollte einfach eine Erfahrung mit einem etwas professionellerem Verfahren machen. In ihrer Nähe stößt man selten an Firmen, die Profipersonalisten anstellen, die für sie Mitarbeiter suchen. In Prag ist es schon häufiger der Fall.

Und so wurde sie zu einer Besprechung nach Prag eingeladen, die kleine Eva. Sie hat das alles ziemlich locker genommen, denn sie wollte ja nur die Erfahrung, weiter nichts. Doch während der Besprechung musste sie feststellen, dass die angebotene Stelle viel reizender ist, als sie erwartet hat. Aber trotzdem, so eine naive Provinzlerin wie sie wird man doch nicht in Prag anstellen wollen, welch ein Quatsch! Die Erfahrung, das war das Wichtigste!

Inzwischen spielten sich jedoch auch beim jetzigen Arbeitgeber interessante Dinge ab. Plötzlich sieht es gar nicht mehr so schlecht aus, plötzlich besteht wieder Hoffnung. Es könnte doch noch irgendwie weitergehen. Und, für den Fall, dass es der Leser noch nicht weiß: die Eva liebt ihren Job. Ihr Job und die ganze Firma, das ist ihr zweites Zuhause. Vier Jahre ihres Lebens hat sie dort gelassen, manchmal Überstunden ohne Ende gemacht, manchmal Sorgen und immer Spaß ohne Ende gehabt. Darauf verzichtet man nicht gern. Und erst recht nicht, wenn künftig höheres Lohn und ein Stuhl im Aufsichtsrat im Spiel wären… Doch das ist alles unsicher, sehr unsicher sogar. Und es wird bis mindestens Anfang September unsicher bleiben.

Vor etwa drei Wochen wurden in der Firma Pläne geschmiedet und es sollte deswegen  zum Teil auch in Deutschland verhandelt werden. Und noch was: die Prager haben die Eva zur zweiten Besprechungsrunde eingeladen. So was! Es ließ sich jedoch nicht anders einplanen, als dass die Besprechung in Prag am Vormittag des Tages stattfinden sollte, an dem Eva mit ihrem Chef nach Deutschland fahren musste. Um dem Leser klar zu machen, welch großes Glück die Eva hatte, was den Chef angeht: Der Gute hat sich selbst angeboten, sie zu dieser Besprechung in Prag zu bringen, damit sie nicht mit dem Zug hin muss und vor allem damit sie es noch rechtzeitig in die BRD schaffen. Wie wahnsinnig es auch klingt, es ist wahr.

Und so fuhr Eva mit ihrem Chef völlig unvorbereitet zu der zweiten Besprechung und wusste gar nicht, was sie dort eigentlich erzählen sollte. Sollte sie etwa so tun, als ob sie die Stelle ganz dringend haben will und muss? Oder sollte sie offen reden, alles zugeben und sich überraschen lassen, was man dort dazu sagen würde? Die Dame, die sie ausgefragt hat, war jedoch wirklich nett und Eva hat beschlossen sie nicht anzulügen. Als dann die Frage kam, warum sie denn ihren Job wechseln möchte, hat sie zugegeben, dass sie es ja nicht möchte. Und wie es aussieht, wie unsicher es ist, wie sie ihre Arbeit mag und sie behalten möchte, wenn es nur möglich sein wird, aber wenn nicht, dann hätte sie ja wirklich gern diese Stelle bei den Pragern. Und dass der Chef draußen im Auto wartet, auch das hat Eva nicht verschwiegen. Und die Dame war absolut begeistert von Evas Treue und Aufrichtigkeit und der Beziehung zum jetzigen Job. Sie hat auch gesagt: „Nach dem, was Sie ausstrahlen und was Sie sagen, wären sie die ideale Kandidatin für uns…” Sie hat versprochen, Eva die Daumen zu drücken und sich bis Ende nächster Woche, nachdem noch einige weitere Besprechungen geführt werden, mit der Entscheidung zu melden. Und sie hat Eva auch versprochen, ihr Zeit zu geben, falls sie sich nicht gleich würde entscheiden können.

Es sind wieder ein paar Tage vergangen, die Chancen auf das erhalten der Firma, die Eva so am Herzen liegt, scheinen weiterhin zu steigen. Ebenso steigen aber auch die Sorgen, ob das alles klappen kann. Und wie gesagt, sicher werden wir uns erst im September sein können. Und? Die Prager haben sich auch schon gemeldet. Sie wollen Eva! Diese sympathische, erfolgreiche, gut aufgebaute und sehr moderne Firma mit tollen Visionen, Ambitionen und Plänen, mit herrlicher Strategie will Eva als Mitarbeiterin. Wie konnte das denn kommen?! Und Eva muss nun bis Ende nächster Woche die Entscheidung treffen; für oder gegen die Prager, für oder gegen ihren momentanen geliebten Job. Und Eva weiß wirklich nicht, was sie tun soll.

Angst hat sie nicht, Wirtschaftskrise hin oder her. Eva ist nämlich an nichts fest gebunden, an keinen Menschen, an keine Stadt. Sie kann hingehen, wo es ihr gerade am meisten gefallen wird. Und sie weiß jetzt, dass es Firmen gibt, die sie schätzen würden, dass es Stellen gibt, an denen sie sich ebenso gut fühlen würde, wie an der jetzigen. Oder vielleicht noch besser. Sie weiß jetzt, dass sie wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse hat. Und sie weiß auch, dass sie noch viele sammeln kann und will. Sie weiß, dass sie ihre Qualität so präsentieren kann, dass jeder Arbeitgeber es für Ehre halten wird, Eva anzustellen. ;-) Nein, das ist bewusst übertrieben, lieber Leser. So eingebildet ist die Eva auch wieder nicht. Es sollte dir nur Evas Zuversicht deutlich machen, ok? Andererseits, warum sollte sie sich die Jobsuche nochmals antun, wenn sie bereits gefunden hat? Oder aber warum sollte sie ihre jetzigen Kollegen im Stich lassen und das geliebte Schiff verlassen, wenn es noch Hoffnung besteht?

Außerdem ist sie auch am Überlegen, auf was alles sie im Falle eines Umzugs, zum Beispiel nach Prag, verzichten müsste. Am Anfang müsste sie jedenfalls auf das Vorhaben verzichten, eine Wohnung für sich allein zu haben. Mindestens so lange, bis die Probezeit um wäre und bis Eva sicher wäre, dass sie es finanziellen schaffen kann. Freunden würde sie sich nicht entfernen, im Gegenteil, einige würden dadurch sogar besser erreichbar. Aber ihre Hobbys müsste sie anpassen. In Prag kann man auch Inline-skaten, das ist kein Thema. Die Strecken sind jedoch weit nicht so ruhig und so breit wie hier. Und Radfahren? Da ist sich Eva schon gar nicht so sicher. Um solch schöne Landschaft zu erreichen, die sie jetzt umgibt, müsste sie sicherlich viel weiter als ein paar Schritte vor die Haustür kommen. Und dabei ist Radfahren gerade jetzt eine der Dinge, dank denen sie munter bleibt. Radfahren, Musik (im Moment vor allem Mando Diao) und Kaffee aus Papua Neuguinea. Und möglicherweise müsste sie auch ein Projekt aufgeben, an dem sie gerade eifrig zu arbeiten anfängt und das ihre Anwesenheit in ihrer Stadt streng voraussetzt. Andererseits… wie stressig auch Prag sein mag, das Leben dort muss cool sein!

Allerdings, wenn sie die Prager Stelle ablehnt, die kleine Eva, dann hat sie noch lange nicht die Sicherheit, dass sie am Ende doch nicht umziehen muss. Denn es ist eher unwahrscheinlich, eine Stelle hier in der Nähe zu finden, die per Bus oder Zug vernünftig zu erreichen wäre. Und die größte Chance, eine Stelle zu finden, wenn alles andere scheitert, hat sie wo? In Prag. Soll sie sich eine tolle Stelle entgehen lassen, nur um einige Monate später eine andere, ebenso in Prag, anzunehmen, die vielleicht gar nicht so toll ist? Hmm…

Der liebe Leser sieht jetzt, es hat alles Vor- und Nachteile. Und es ist überhaupt nicht einfach. Es gibt auch keinen, der mit einem Rat behilflich sein könnte, das weiß die Eva ich sehr wohl. Entscheiden muss Eva ich sich mich selbst. Und egal, wie ich mich entscheide, es wird noch dauern, bis sich herausstellt, ob die Entscheidung richtig war.

Ein schlauer Mann sagte einmal, es hängt ALLES von unseren Entscheidungen ab. Ich weiß, es hat keiner behauptet, dass das Leben einfach ist. Aber schön, interessant und spannend ist es allemal. Und schwer, das manchmal auch.

7 Düngungen zu “Stand der Dünge”

  1. NinaBerlin düngt:

    Hi Eva,

    Das klingt allerdings alles sehr spannend und aufregend. Andererseits aber auch wirklich schwer sich da zu entscheiden. Wieviel Idealismus ist da gesund? Und was wenn man voller Idealismus auf die Schnauze fliegt? Deine Zerrissenheit kommt sogar hier in Berlin an, und es wäre wirklich toll, wenn einem in so einer Situation jemand einen guten, klugen und nützlichen Rat geben könnte. :( Aber wie du schon selbst bemerkt hast, gibt es das nicht…
    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass es egal wie du dich nun entscheiden wirst gut für dich ausgeht! Vielleicht bist du einfach genauso aufrichtig und ehrlich wie du immer bist, auch zu deinem jetzigen Chef?! Vielleicht erleichtert es dir eine Entscheidung?

    Ich wüsste nicht was ich machen würde.
    Viele liebe Grüß aus der “BRD” ;) die Nina

  2. Januschka düngt:

    Liebe Eva, wieder mal ein sehr schöner, ehrlicher und kluger Text von Dir…ich drücke Dir alle Daumen, das du dich für das richtige entscheidest. Ich war mal in einer ähnlichen Situation und wollte aus lauter Idealismus auch bei der “schlechteren” Stelle bleiben. bin heute aber froh das ich mich anders entschieden habe, denn es haben sich viele neue Wege und Möglichkeiten für mich aufgetan, die ich damals gar nicht auf dem Zettel hatte. Stell dein Licht nicht unter den Scheffel, denn du bis toll und hast es verdient voran zu kommen. Also für mich persönlich hört sich Prag sehr verlockend an! ;-)

    Liebe Grüße Januschka

  3. Eva düngt:

    Liebe Nina, liebe Januschka, danke euch beiden für die aufmunternden Kommentare. Die “Dünge” haben sich wieder ein wenig weiterentwickelt. Indem ich über sie berichte, gehe ich wahrscheinlich auf das meiste ein, was ihr geschrieben habt. Nach vielen weiteren Überlegungen und Gesprächen war ich mir einigermaßen sicher, dass ich in der alten Firma bleiben möchte, solange es geht. Es ist nämlich nicht so einfach zu sagen, was für mich tatsächlich lukrativer wäre. Auf einer Seite eine kleine und nicht so aufregende Stadt, bei näherer Betrachtung haben sie und ihre Umgebung jedoch auch einiges zu bieten. Wenn es weitergeht in der alten Firma, werde ich finanziell sicher etwas besser drauf als jetzt, werde mich bemühen, dass meine “Mädchen-für-alles-Possition” etwas würdiger als ‘Assistentin’ bezeichnet wäre, und es bleibt da immer noch auch diese Stelle im Aufsichtsrat der AG. Und im Vergleich zu Prag ist das Wohnen hier super billig. Auf der anderen Seite… Prag. Dort würde ich als Assistentin anfangen - und würde auch sicher noch lange Assistentin bleiben. Finanziell wäre ich etwas besser drauf als hier, aber das Wohnen/Leben dort kostet dann auch viel mehr. Die Mäuse sind also nicht das Entscheidende. ;-) Und ich bin mir immer noch nicht sicher, dass ich mich dort auf Dauer wohl fühlen könnte.

    Diese Woche hat sich in der alten Firma nichts Großartiges getan. Wir haben auf Entscheidungen des Gerichts gewartet, die ziemlich spät gekommen sind, sodass ich mich im Moment sowieso nicht nahc ihnen richten kann. Und die Herren, mit denen wir künfting eng zusammenarbeiten würden, haben mich sehr süß gebeten noch durchzuhalten. Sie und auch meine Kollegen kann ich einfach nicht im Stich lassen. So war es dann ziemlich klar, was ich am Freitag den Pragern erählen würde. Die haben mir dann aber das angeboten, was ich ihnen eigentlich selbst anbieten wollte. Sie werden zwar jetzt die Suche nach einer idealen Kandidatin wieder starten, ich kann mich jedoch im Laufe des Monats auch noch melden, sollte sich die Situation bei mir ändern. Und sie haben mir vergewissert, dass sie mich dann sehr gern nehmen würden, weil ich ihnen wirklich sehr gut gefallen hab. :-) Auch dieses Hintertürchen bleibt also noch offen.

    Und wie es der Zufall wollte, hat sich auch noch jemand anders am Freitag bei mir gemeldet. Vor einigen Wochen sind wir mit einem unserer Konkurrenten in Kontakt getreten und haben uns auch auf eine ziemlich freundliche Weise mit einigen seinen Mitarbeitern unterhalten. Einer von ihnen hat mich ein paar Tage später angerufen und wollte mein CV zugeschickt bekommen, weil sie gerade eine neue Mitarbeiterin suchen, für eine Stelle, die mir gefallen könnte. Im Rahmen der guten Beziehungen hab ich ihm das tatsächlich zugeschickt. Wenige Tage später kam eine Mail von seinem Chef. Er wollte wissen, was für Vorstellungen ich hätte. Ich habe ihm geantwortet, die Vorstellungen beschrieben und auch deutlich klargemacht, dass, solange es bei uns Hoffnung besteht, ich keineswegs weglaufen möchte. Seitdem hat er sich nicht mehr gemeldet, ich dachte, er hat es falsch verstanden, ist sauer und will nichts mehr mit mir zu tun haben. Und wie gesagt, das ist alles jetzt mehrere Wochen her. Am Freitag hat er mich aber angerufen. Hat mich für meine Treue gelobt und hat mir auch vergewissert, dass sein Angebot auch weiterhin gilt und sollte sich bei mir etwas ändern, soll ich mich bei ihm unbedingt melden. Seine Worte: “Ich lasse sofort alles liegen und komme zu Ihnen!”
    Das schmeichelt mir zwar sehr, aber obwohl es die Branche ist, in der ich mich im Moment am besten auskenne, würde ich lieber das Unbekannte in Prag bevorzugen. Dieser Konkurrent siedelt nämlich in einer für mich furchtbar uninteressanten Gegend, abseits von allem und allen. Wichtig ist es jedoch auch - als Kompliment, Aufmunterung und Zuversicht, dass ich nämlich nicht arbeitslos bleiben werde, was immer passiert. Mein Schutzengel passt da schon sehr fleißig auf. ;-)

  4. NinaBerlin düngt:

    Das klingt doch alles sehr positiv! :) Ich freue mich sehr für Dich!

    Mit soviel Rückenstärkung kannst du auch idealistisch bleiben! ;)
    Und die anderen Schutzengel kriegen wir auch noch aufn Plan!
    So gehts ja nicht, dass die auf der faulen Haut liegen ;)

    Viele liebe Grüße aus Berlin
    die Nina

  5. Eva düngt:

    Ach Nina, irgendwas scheint da oben völlig schief zu laufen. Weißt du was? Ich hab jetzt noch ein Jobangebot! Ohne dass ich mich überhaupt darum bemüht hätte. Vorläufig zwar nur, aber doch irgendwie reizend… Es hängt mit dem Touristenführen zusammen. Ich habe es am Wochenende wohl so gut gemacht, dass eine Dame, die viel zu sagen hat, auf die Idee gekommen ist, dass ich die allerallerbeste Mitarbeiterin des gerade entstehenden Stadtmuseums wäre (weit nicht nur als Touristenführerin). Und als sie mir davon erzähle, hat sie es auch noch so dargestellt, als ob es tatsächlich keine andere Person besser machen würde, als sollte bei jemand anderem alles nur bergab gehen. Und das bei meinem Rettersyndrom!

    Das Museum soll nächstes Jahr im Sommer eröffnet werden. Mal sehen, was bis dahin passiert…

    Was ist los? Langsam komme ich mir wirklich komisch vor. Und ich arbeite an einer Anzeige. Wie wird sie lauten? Ich glaube, dies wäre passend: “Tausche zwei bis drei Jobangebote gegen einen Mann der ein wenig wie Viggo Mortensen aussehen könnte!” :-D

  6. NinaBerlin düngt:

    Mensch Eva :) Du bist ja sehr begehrt jobtechnisch. Dein Job-Schutzengel ist ja wohl in Hochform! Zumindest kannst du dir sicher sein, dass du zukünftig niiiiiemals arbeitslos werden wirst.
    Was den Liebes-Engel angeht…Was für eine Flachpfeife!!! Muss man denn alles selber machen? Ich glaube die Anzeige ist die beste Sache, die du machen kannst :D
    Was besseres fällt mir auch nicht ein… Veröffentliche sie am besten international! Damit der faule Engel ein richtig richtig schlechtes Gewissen kriegt :) und sich deine Trefferquote erhöht.

    Ich drück dir die Daumen
    die Nina :)

  7. Tom von den GassiPods düngt:

    Liebe Eva,

    auch ich stand vor etwas über zwei Jahren vor der gleichen Entscheidung und bin im Nachhinein sehr sehr froh, die Firma gewechselt zu haben, das habe ich übrigens auch schon mal im GassiPod Nr. 13 thematisiert (Land und Leute, Teil 1 – Paris, Karneval, Finnen, siehe http://gassipods.de)

    1.) Ein Grund dafür ist z.B. dass sich die alte Firma von den Schwierigkeiten nicht wirklich erholt hat und im Nachhinein (jetzt!) massiv Mitarbeiter “freisetzen” muss. Loyalität der Mitarbeiter zählt in schwierigen Zeiten für Firmen leider überhaupt nichts! zudem wechseln ständig die Chefs (wenn es nicht läuft) und Du musst Deinen guten Ruf wieder von vorne aufbauen - sehr mühsam. Ich fürchte, das könnte bei Deiner Firma ähnlich sein!

    2.) Der Mensch an sich hält sich gerne in seiner “Comfort Zone” auf und ist neuem gegenüber (auch je älter er wird) , nicht wirklich aufgeschlossen. Dagegen kämpft aber zum Glück ständig die eigene Neugier an - umso mehr, wenn man wie Du ein offener Mensch ist und auf fremde Menschen mit einem Lächeln zugeht. Es gibt so vieles zu entdecken!

    3.) Prag? GROßARTIG! Gerade, wenn Du auf dem Land aufgewachsen bist, musst Du unbedingt einmal in die “Fremde” in eine große Stadt ziehen. Warum? Du lernt von der ersten Minute an neue, freundliche Menschen kennen und machst in kurzer Zeit viele neue und wichtige Lebenserfahrungen. Ich selbst habe das mit einem Auslandsstipendium in Genf erlebt und habe aus dieser Zeit immer noch sehr gute Freunde dort!

    Kurz gesagt: Machet! Das ist Kölsch und bedeutet so viel wie : MACH ES!

    Liebe Grüße aus Köln und gieße weiter so wunderbar Deine Gewächse!

    Tom von den GassiPods

    PS: Dein Deutsch ist absolut perfekt (!!) - wie machst Du das nur??

Was düngst du?