30th Aug 2009
Mimoner Kirchturm
Die nordtschechische Stadt Mimon (in deutschen Kreisen auch Niemes genannt), die mit kleinen sowie größeren Unterbrechungen irgendwie immer wieder meine Heimatstadt und mein Zuhause ist und war, feierte am 8. und 9. August ihre Tage der Stadt. Es gab verschiedenste Veranstaltungen, unter anderem wurde für die zwei Tage der Kirchturm unserer Sankt Petrus- und Pauluskirche zugänglich - sogar mit Führungen. Die musste ich mir jedoch entgehen lassen und stattdessen lieber selbst Touristenführerin spielen, in unserer Heiligen Grabkapelle.
An einem Nachmittag, nachdem ich meine Führungen beendete, bin ich aber trotzdem zur Kirche gelaufen. Den Versuch war es mir wert. Und es hat sich gelohnt! Ich durfte zu einem Konzert direkt in der Kirche bleiben und nach der angenehmen Stunde auf den Turm gehen, zusammen mit den Künstlern, begleitet von unserem Pfarrer selbst. Und das ist ja noch viel besser!
Ich hab die Glocken gesehen…

Und ich hab die Fensterläden gesehen…

Ich hab auch alle vier Zifferblätter von hinten gesehen…

Und dann hab ich die Glocken wieder von oben gesehen!

Und dann wieder von unten!

Und dann hab ich auf einem Zifferblatt eine Spinne gesehen!

Und dann durften wir das Urwerk beobachten!

Und dann hab ich mit dem Licht (und dem Schatten) gespielt.

Und immer weiter…

Und zum Schluss hab ich viele Unterschriften der damaligen Meldereiter gesehen.

Es war einfach herrlich, das Visuelle wie auch die Erzählungen des Pfarrers. Ich könnte dort auf dem Turm den ganzen Tag verbringen und hätte immer noch genug zum Beobachten, Bewundern und Aufnehmen. Und dabei glaub ich nicht einmal so richtig an Gott. Und zugleich glaub ich nicht daran, dass es Ihn stört. Mich würde es auch nicht stören, wenn ich allwissend wäre. ;-)
Was düngst du?